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AXOLOTL ROADKILL

Autorin: Helene Hegemann
Ullstein Buchverlag, Berlin, 2. Auflage 2010
ISBN 978-3-55-08792-9

Unter dem Titel EXZESSI V stellt das buchmedia magazin Frühjahr/Sommer 2010 das aktuelle
Buch wie folgt vor: «Kurze Zeit nach Erscheinen war das Debüt von Helene Hegemann schon in
der vierten Auflage. Das hat zum einen mit dem Alter der Autorin zu tun. Immerhin ist sie jetzt
erst achtzehn Jahre alt und hat doch schon einen Film gedreht, der mit dem Max-Ophüls-Preis
ausgezeichnet wurde, und auch ein Theaterstück geschrieben. Zum anderen haben Plagiatsvorwürfe die öffentliche Diskussion bestimmt. Viele haben dabei mitgeredet, ohne das Buch wirklich zu kennen. Doch die Geschichte eines Mädchens, das sich nicht um Konventionen
schert, sich in der Partyszene Berlins bewegt und ein exzessives Leben führt, transportiert viel
Zeitgeist und ist interessant zu lesen.»

Aus dem Inhalt:
«S CHRECKLI CHE LEBEN SIN D DER GRÖSSTE GLÜCKSFALL», schreibt die sechzehnjährige
Mifti in ihr Tagebuch. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie in Berlin, und als «pseudobelastungsgestörtes» Problemkind durchläuft sie nach «Jahren der Duldungsstarre» gerade eine extreme negative Entwicklung. Obwohl intelligent und gut situiert, nimmt sie Drogen,
verweigert die Schule und hat sogar Argumente dafür.
Anstatt sich an Konventionen abzuarbeiten hinterfragt und analysiert sie nämlich permanent
die gesellschaftliche Situation, in der sie sich befindet. Sie wohnt bei ihren wohlstandsverwahrlosten Halbgeschwistern und ihr Vater steckt noch immer in seiner frühkindlichen Allmachtsphase.

Der siebzehnjährigen Autorin ist ein sprachmächtiges, kluges Debüt über einen Zustand
gelungen, in dem Traum, Alptraum und knallharte Realität nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind.


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