Fachbibliothek

Die Legende vom LSD

Günter Amendt
Verlag Zweitausendeins,
Frankfurt a.Main, 2008
ISBN 978-3-86150-862-5, CHF 35.50

Über die sechziger Jahre zu sprechen, ohne über LSD zu sprechen, heisst sich eines höchst unredlichen Geschichtsrevisionismus schuldig zu machen. (Zitat des Autors)

Aus dem Inhalt
Seit seiner Entdeckung durch den Schweizer Chemiker Albert Hofmann im Jahr 1943 hatte LSD
immer einen dreifachen Gebrauchswert. Es war Medikament, Droge und chemischer Kampfstoff
in einem. Als Droge wurde es auch noch nach dem Herstellungsverbot 1965 in den USA massenhaft konsumiert – auf der Suche nach Bewusstseinserweiterung. In seinem Essay untersucht Günter Amendt den Einfluss von LSD auf die Gegenkultur der sechziger Jahre. Auch wenn LSD und andere Drogen unbestreitbar die Musik, die Literatur und die Malerei beeinflussten, widerspricht Amendt der These, dass die neuen künstlerischen Ausdrucksformen und der alternative Lebensstil, aber auch die Entwicklung des Computers, die Wiederentdeckung der Natur und der gesamte Modernisierungsschub dieser Jahre, ursächlich einer chemischen Substanz zuzuordnen seien. Wenn LSD dennoch wieder im Blickpunkt steht, dann deshalb, weil es sich auf dem Weg vom Sakrament zurück zum Medikament befindet. US-Forscher sehen in der Droge ein kostengünstiges Therapeutikum für die Behandlung traumatisierter Kriegsheimkehrer aus dem Irak und aus Afghanistan.


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