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Unser Angebot richtet
sich an alle Bezugspersonen von suchtmittelgefährdeten oder
suchtmittelabhängigen Menschen: also an Eltern, Geschwistern,
Verwandte, Partner und Partnerinnen, Kinder, Freunde und Freundinnen,
Lehrer und Lehrerinnen, Vorgesetzte etc.
Unser Team erfahrener BeraterInnen
unterstützt Sie - telefonisch, per E-Mail oder im
persönlichen Gespräch - bei der Suche nach Lösungen bei
allen Problemen, die eine Drogengefährdung oder
Drogenabhängigkeit mit sich bringt. Die BeraterInnen unterstehen der Schweigepflicht und behandeln Ihre Anliegen vertraulich.
Unser Beratungsangebot umfasst:
- Informationen zu Sachfragen
- Krisenintervention
- lösungsorientierte Kurzzeitberatung
- längerfristige therapeutische Begleitung
- Familien- und Paarberatung
Ausserdem schaffen wir Kontakt zu andern Betroffenen. Unsere Berater und Beraterinnen fördern den Aufbau von Selbsthilfegruppen und begleiten diese eine längere Zeit.
Was Sie erwarten können
Was Sie als Angehörige einer
Drogenkonsumentin, eines Drogenkonsumenten oder eines
Suchtgefährdeten täglich erfahren, ist uns bekannt und
vertraut. Rezepte können wir keine anbieten, denn die
Suchtproblematik ist sehr komplex und kein gradliniger Weg führt
aus der Sucht heraus. Wir wissen, dass Ihre Sorgen oft erdrückend
sind und die Verzweiflung an Ihren Kräften zehrt. Darum suchen wir
mit Ihnen nach einem Weg, der Ihre Situation positiv verändern
kann.
Beratung für Angehörige von
DrogenkonsumentInnen gibt es an verschiedenen Stellen. Das Besondere an
unserer Beratungsstelle ada-zh ist, dass unser Angebot ganz auf die
Situation von Angehörigen ausgerichtet ist. Wir befassen uns mit
all den Fragen, die Angehörige am meisten bedrücken:
Wohnsituation, Geld, Therapie, Abgrenzung, Ablösung usw. Sie
erhalten aber auch Einblick in das Denken und Handeln von
DrogenkonsumentInnen und lernen daraus, besser auf deren Verhalten
einzugehen. Allmählich lernen Sie, Ihre Ängste und
Schuldgefühle abzubauen.
Beratungsphasen
Eltern und Angehörige sind oft
über Jahre mit den Auswirkungen der Sucht eines Familienmitglieds
konfrontiert und bis an die Grenze des Ertragbaren gefordert. Sowohl
betroffene Angehörige wie auch die DrogenkonsumentInnen erleben
Formen von Abhängigkeit, die von Gefühlen der
Grenzenlosigkeit, Ohnmacht und Verzweiflung geprägt sein
können. Diese emotionale Überflutung aufzufangen ist Aufgabe
und Ziel der Beratungsgespräche. Mit unserer Begleitung
unterstützen wir Sie in drei ineinander verwobenen Phasen:
| Krisenphase: |
Sie dürfen sich mit Ihren
Ängsten und Unsicherheiten bei uns ernst genommen fühlen. Wir
wissen, was es heisst, während Monaten oder sogar Jahren rund um
die Uhr mit der Suchtproblematik konfrontiert zu sein. Dieses
Verständnis hilft Ihnen, Verhaltensweisen auf die Spur zu kommen,
die unbewusst und ungewollt zur Unterstützung einer Suchtstruktur
beitragen können. Dies alles geschieht in einer Atmosphäre
frei von jeglicher Schuldzuweisung.
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Erkenntnisphase:
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Wir vermitteln
Ihnen Einblick in das Denken und Handeln des süchtigen
Angehörigen. Das hilft, differenzierter auf dessen Verhalten zu
reagieren. Sie lernen die Sucht als individuelles wie auch als
gesellschaftliches Phänomen zu verstehen und gewinnen dadurch
Abstand zur Schuldfrage.
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| Handlungsphase: |
Schritt
für Schritt planen wir gemeinsam Grenzsetzungen als Antwort auf
ausuferndes Suchtverhalten. Wir ermutigen Sie, sich dem süchtigen
Familienmitglied zuzuwenden, ohne sein/e Komplize/in zu werden, und Ihr
eigenes Leben bewusst und aktiv zu gestalten. Eine so verstandene und
gelebte Grenzziehung entlastet den süchtigen Menschen in seinen
Schuldgefühlen gegenüber Angehörigen. |
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