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Wie sollen sich Angehörige gegenüber dem/der Drogenkonsumierenden verhalten?
Unabhängig davon, wie
Angehörige mit dem/der Drogenkonsumierenden umgehen: Der
Drogenkonsum hat Auswirkungen auf die Beziehung. Es gibt zwar kein
Patentrezept, aber hilfreiche Verhaltensansätze für
Angehörige.
Information und Transparenz in Bezug
auf den Konsum sind zentrale Elemente in der Beziehung. Für
Angehörige ist es wichtig herauszufinden, was der Drogenkonsum
bedeutet und wie er die Beziehung beeinflusst. Zum einen soll sowohl
der/die Konsumierende ernst genommen werden zum andern aber auch die
eigene, belastete Situation. Es ist sinnvoll, Sorgen und
Befürchtungen zu äussern, Moralisierungen jedoch zu
unterlassen. Grundsätzlich gilt, dass Angehörige lernen,
Bedingungen zu stellen und Konsequenzen durchzuziehen sowie sich
abzugrenzen und nichts zu unternehmen, was der/dem Konsumierenden den
Konsum erleichtert. Verhaltensweisen, die für die individuelle
Situation stimmig sind, können in persönlichen
Beratungsgesprächen entwickelt und für die praktische
Umsetzung vorbereitet werden.
Schuldgefühle - Wer oder was ist für den Konsum verantwortlich?
Wenn Kinder oder PartnerInnen
plötzlich Drogen konsumieren, suchen Angehörige oft nach dem
wahren Grund sprich dem Auslöser.
Einfache Erklärungsansätze
greifen jedoch grundsätzlich zu kurz. Eine Suchtproblematik ist
immer sehr komplex, d.h. es handelt sich um ein Zusammenspiel von
mehreren Faktoren, wie z.B. Disposition, Einfluss der Umgebung,
Verfügbarkeit der Substanz, usw.
Häufig wird jedoch ein bestimmtes
Ereignis für den Konsum verantwortlich gemacht oder
Angehörige glauben, die Schuld bei sich suchen zu müssen.
Angehörige werden oft durch Schuldgefühle geplagt.
Bemerkenswert ist, dass Schuldgefühle auch dann vorhanden sind,
wenn keine Schuld vorliegt! Unsere Erfahrung zeigt: wer sich auf das
Thema "Schuld" einlässt, kann einen adäquaten Umgang mit
Schuldgefühlen lernen.
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